Kompressionsmieder Patiententipps

Kompressionsmieder gehören nicht zur Standardausstattung im Kleiderschrank und werden meist nur in Zusammenhang mit einer Operation benötigt. Als Patient ist man daher in der Regel überfordert bei der Suche nach dem richtigen Hersteller bzw. Mieder. Worauf sollte man bei der Wahl des Mieders und Herstellers achten? Wie lange ist ein Mieder nach einem Eingriff zu tragen? Hier finden Sie die Antworten.

Tipp 1: Nicht am falschen Ende sparen

Vergleicht man die Angebote der Hersteller wird man feststellen, dass die Preisspanne relativ groß ist. Wie auch in anderen Bereichen gibt es natürlich auch bei medizinischen Miedern qualitativ hochwertige und eher weniger wertige Produkte.

 

Anders als bei gewöhnlicher Alltagskleidung sollte bei Kompressionsmiedern jedoch unbedingt darauf geachtet werden, dass das Produkt hochwertig ist, da im schlimmsten Fall durch ein minderwertiges Mieder der Erfolg einer an sich ja bereits sehr teuren plastisch-ästhetischen Operation gefährdet werden kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn das Mieder den erforderlichen Kompressionsdruck nicht aufrechterhalten kann, da die Materialzusammensetzung minderwertig ist.

 

Insofern sollte man hier nicht am falschen Ende sparen und damit den Erfolg einer Behandlung, die in der Regel mehrere tausend Euro teuer war, gefährden.

Tipp 2: Auf die Materialzusammensetzung achten

Unabhängig vom Hersteller setzen sich medizinische Mieder in der Regel aus Polyamid sowie Elastan (auch „Elasthan“) zusammen. Dabei sind folgende Dinge zu beachten:

 

Polyamid ist nicht gleich Polyamid
Polyamid gehört zu den synthetischen Fasern und wird unter verschiedenen Markennamen vertrieben, u.a. Perlon, Nylon und Helanca.
Nylon gilt dabei als eine sehr fein herstellbare Chemiefaser aus Polyamid. Es ist besonders pflegeleicht, strapazierfähig, knittert nicht und trocknet schnell.

 

Elastan-Anteil sollte hoch sein
Elastan (auch „Elasthan“) ist eine synthetische Faser, durch die sich Passform und Komfort verbessern lassen. Elastan ist stark dehnbar, pflegeleicht und formbeständig. In Fachkreisen gilt: Je höher der Elastananteil, desto perfekter kann sich das Modell dem Körper anpassen.
Wie bereits bei Polyamid gibt es auch unterschiedliche Elastanarten. Als besonders hochwertig gilt Elastan der Marke Lycra.

 

Fazit:
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass bei der Wahl des Kompressionsmieders zunächst auf einen hohen Elastananteil (mind. 45 %) geachtet werden sollte. Des Weiteren sollten die verwendeten Materialen von namhaften Marken stammen (Polyamid = z.B. Nylon, Elastan = z.B. Lycra).

 

Besonders bewährt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten die Zusammensetzung  aus 49 Prozent Lycrasoft Elastan/Spandex und 51 Prozent Tactel Nylon (in dieser Form verwendet vom weltweiten Marktführer für Kompressionskleidung Marena aus den USA).

Tipp 3: Lange genug und konsequent tragen

Fettabsaugung:

Bei einer Fettabsaugung ist es ratsam, das Mieder unmittelbar nach dem Eingriff durchgehend für etwa 3 Wochen zu tragen.

 

Facelifting:

Nach Facelifting wird je nach individueller Ausgangslage eine Kurzkompression von meist nur 1- 3 Tagen empfohlen.

 

Brustoperation:

Nach Brustoperationen kann eine Tragedauer von bis zu 6 Wochen sinnvoll sein.

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